Aktuelles
Danke, Manfred Müller!
Mit Wirkung zum 15.08.2011 hat der Körpricher Ortsvorsteher Manfred Müller sein Amt wie auch sein Mandat im Ortsrat niedergelegt. mehr
Entdecke Körprich wieder online
Umzug der Internetseite vonEntdecke Körprich mehr
Geburtstagsfeier des offenen Jugendtreffs
Freitag, den 19.11.2010 um 18.00 Uhr mehr
Körprich - Leben am Fluss in Nalbachs jüngstem Ortsteil
Körprich wird erstmalig 1327 urkundlich erwähnt und dürfte somit geschichtlich der jüngste Ortsteil von Nalbach sein. Bereits 1332 erscheint in den Urkunden eine Kapelle am Berg, die auch bestimmt der Ursprung des Namens Körprich (von "Kirchberg") sein dürfte.
Über Jahrhunderte hat das Leben sich rund um diese Kapelle abgespielt, die für die Körpricher stets "ihre Kapelle" war. Durch große Umbau- und Renovierungsarbeiten 1898 und in den Jahren 1985 bis 1987 bewahrten sich die Körpricher mit sehr viel
Eigeninitiative und Engagement ihr Kleinod. Auch kämpften sie über diese Zeit um ihre kirchliche Eigenständigkeit, die mit dem Bau der Kirche "St. Michael " 1926 letztlich vollendet wurde.
 |
 |
| Foto: Dieter Lorig |
reproduziertes Foto: Dieter Lorig
Kirche "St. Michael" |

Foto: Dieter Lorig |
Innenraum der
Kirche "St. Michael"
im Ortskern.
|
| |
|

Foto: Dieter Lorig |
Pieta in der Kirche "St. Michael"
Unter dieser Pieta ist der Erbauer
der Kirche, Pastor Leo Montada
( 1891 – 1927 ) beerdigt. |
Mit dem Bau der Eisenbahn ( 1901 ) und dem Bau einer Dampfziegelei ( 1901 )
zu Beginn des letzten Jahrhunderts nahm die wirtschaftliche Entwicklung des
Ortsteiles raschen Aufschwung. Die Eisenbahn erleichterte den Bergleuten und
den Arbeitern den Weg zu ihren Arbeitsstätten.
Die Dillinger Hütte war zum größten Arbeitgeber in der Region geworden.
Damit waren die wesentlichen Voraussetzungen geschaffen für eine Zukunft
Körprichs als Arbeiterwohnsiedlung.
Darüber hinaus behielt die Landwirtschaft einen hohen Stellenwert.
|

|
Auch der Bau der ersten festen Brücke
(1903) lenkte die Bautätigkeit auf die
andere Prims-Ufer-Seite.
All diese Faktoren führten dazu, dass
sich bis Anfang der 1930-Jahre die
Einwohnerzahl Körprichs innerhalb |
|
reproduziertes Foto: Dieter Lorig
|
|
von 30 Jahren verdoppelte.
Erst der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg in
den 1950/60-iger Jahren hat die Landwirtschaft als
Nebenerwerbsquelle eingeschränkt.
Demzufolge nahm die Siedlungstätigkeit in diesen Jahren stark zu.
1966 erwarb die Gemeinde durch Kauf und Tausch von Flurstücken
ein geschlossenes Baugebiet im Distrikt "Greifelsberg", das Platz
für über 170 Baustellen bot. 2006 wurden in bester Südhanglage
weitere 20 Baugrundstücke und 2008 nochmals 22 Baugrundstücke
erschlossen und somit das gesamte Neubaugebiet abgerundet.
|
Schlimmstes Ereignis war an Weihnachten 1965 ein Bergrutsch am Fuße des Hoxberges in der
Wald- und Lebacherstraße, bei dem über 10 Häuser total beschädigt wurden.
In der Hoxbergstraße schuf die Gemeinde Baustellen, um den Betroffenen
einen Neuanfang zu ermöglichen.
Im Jahre 2006 wurde im Zuge des geplanten Kohleabbaus die Hangrutschlage am Hoxberg
durch einen 400m langen Entwässerungskanal und weitere Maßnahmen mit einem
Gesamtaufwand von 5 Mio. Euro gesichert.
An herausragenden Persönlichkeiten erinnern heute noch Namen von Straßen und Plätzen.
Der Weg zur Kirche wurde nach Pastor Johann Jakob Woll, Ehrenbürger von Körprich,
benannt, der in Körprich von 1939 - 1980 segensreich wirkte.
Der Weg zum Kreuzweg wurde nach dem früheren Ortsvorsteher Heinrich Eisenbarth
benannt, unter dessen Leitung 1992 der Körpricher Kreuzweg entstanden ist.
Den kulturellen und religiösen Mittelpunkt von Körprich bildet das Ensemble
rund um den " Gebrüder-Montada-Platz ".
Zum einen steht dort die von Pastor Leo Montada 1926 erbaute Kirche
" St. Michael " und die Grundschule " St. Michael ", die auf Anregung des
ersten Rektors Alois Montada 1956 errichtet wurde und zum anderen die
Michaelshalle ( 1978 ) und dasFeuerwehrgerätehaus ( 1990 ).

An der malerischen Prims gelegen, hebt sich Körprich durch seine
gastronomische Vielfalt hervor. Überregional bekannt ist hierbei die
" Körpricher Landbrauerei".
Ein Besuch lohnt sich jederzeit.
zusammengestellt von Oswald Kriebs
|